Historischer Rundgang, durch die Geschichte von Nittel, am 30.8.2025

Auch in diesem Jahr und damit schon zum 7. Mal, hatte der Verein der Geschichts- und Kulturfreunde Nittel e.V. wieder zu einem Historischen Rundgang, zu einer Zeitreise durch die Geschichte, eingeladen. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen nutzten 15 Teilnehmer diese Möglichkeit, um mit Spaß und Freude die Geschichte von Nittel zu entdecken.

Hans-Josef Wietor führte die Teilnehmer zu verschiedenen historisch interessanten Punkten im Bereich Nittel. Er berichtete über die seinerzeitigen Geschehnisse und erzählte dazu kleine Anekdoten und kuriose Geschichten die sich einst zugetragen haben.

Um das Erzählte sichtbar werden zu lassen wurden Vergrößerungen von besonderen historischen Fotos gezeigt. So konnten sich die Teilnehmer einen Eindruck davon machen, wie z.B. die Straßen und Gebäude vor 100 Jahren und auch nach dem II. Weltkrieg in Nittel aussahen.

An der Mosel angekommen wurden an Hand von Fotos die verschiedenen Gesichter der Mosel, bei Hochwasser, bei Niedrigwasser und vor deren Kanalisation in den 1960er Jahren gezeigt und die Auswirkungen auf die Menschen die in Nittel lebten verdeutlicht. Zunächst wurde die Mosel betrachtet und mehrere Fotos belegten, dass die Mosel sehr unterschiedliche Gesichter zeigen kann. 

So wurden in den 40er Jahren, bei einem extremen Niedrigwasser, kurzerhand Fahrzeuge organisiert und schon konnte ein wunderbares Fest mitten in der Mosel gefeiert werden. Aber die Mosel kann auch anders. Im Frühjahr 1883 zeigte sie bei zwei Hochwassern ein ganz anderes Gesicht, das noch vielen Nittelern in Erinnerung geblieben ist.

Die Mosel war zu allen Zeiten die Lebensader für Mensch und Tier. Davon zeugt auch der Fund eines Teiles eines Stoßzahnes eines Mammuts beim Umbau des Eisenbahntunnels im Jahr 2009. Mittels einer Radiokarbon Untersuchung wurde festgestellt, dass dieses Mammut nachweislich vor 45.000 Jahren ums Leben gekommen ist. Dieses sehr seltene und interessante Relikt war besonders interessant und konnte direkt in Augenschein genommen werden.

In der Moselstraße angekommen berichtete Hans-Josef Wietor von dem ersten „Schulzentrum“ in Nittel. Denn dort befanden sich die ersten beiden Nitteler Schulen, fast in direkter Nachbarschaft.Hier konnte ein besonderes Relikt der Nitteler Geschichte betrachtet werden. Es war der Stamm einer Eiche der in der ersten Schule in Nittel verbaut worden war. Mittels einer dendrochronologischen Untersuchung des Rheinischen Landesmuseums Trier wurde festgestellt, dass diese Eiche um das Jahr 1740 gefällt wurde. Der Balken war dann in der damaligen Schule verbaut worden. Fast 100 Jahre später, am 30.September 1844 geriet das Strohdach der Schule während des Unterrichtes in Brand. Die Kinder flüchteten in Panik vor dem Feuer die enge Stiege hinunter zum Ausgang. Bei diesem schlimmen Ereignis verloren zwei Kinder ihr Leben. 

Der vorgenannte Eichenbalken, der bei dem Brand der Schule vom Feuer stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, wurde in dem ehemaligen Schulgebäude wieder verbaut und diente als Tragbalken bis zum Abriss des einstigen und ersten Schulgebäudes im Jahr 2021.

Während des Rundganges wurden mehrfach Bildvergrößerungen gezeigt die dokumentierten wie die Straßen sich nach dem II. Weltkrieg darstellten.

Unterwegs wurden weitere Fotos von Nitteler Besonderheiten gezeigt, z.B. der Schweinehirt der die Tiere alltäglich durch das Dorf führte, ein Pferd, welches in der Gaststätte von Holbachs Gretel am Tresen stand und vermutlich oder hoffentlich auch etwas zu trinken bekam.

Der Weg führte auch zum Halfenhaus in der Moselstraße. 

Auch über die Pfarrkirche St. Martin und das ehemaligen Pfarrhaus gab es viel Interessantes zu berichten, u.a. auch, dass die erste Kirche in Nittel vermutlich in der fränkischen Zeit, im 8. Jahrhundert erbaut wurde. Die Entstehungsgeschichte des ehemaligen Pfarrhauses zeigt auf, dass es auch in früheren Zeiten manchmal sehr lange dauern konnte bis ein Gebäude errichtet wurde. Im Jahr 1685 nahm der Pfarrer Gerardus Heuart den Gläubigen das Versprechen ab, ein Pfarrhaus zu errichten. Das Pfarrhaus sollte unterhalb der Kirche errichtet werden. Tatsächlich wurde dann aber erst im Jahr 1755 mit dem Bau des Pfarrhauses begonnen.

Der Verein der Geschichts- und Kulturfreunde Nittel freut sich sehr über die Teilnahme der sehr an der Geschichte interessierten Personen am Rundgang.

So ist der „Historische Rundgang“ ein kleines Mosaiksteinchen, um die Geschichte und die Menschen im Ort näher zusammen zu bringen und die Geschichte von Nittel, Köllig und Rehlingen zu erkunden, wahrzunehmen und zu bewahren.

Hans-Josef Wietor

Historischer Rundgang in Nittel am 30.08.2025

Gemeinsam die Geschichte von Nittel, Köllig und Rehlingen erkunden, wahrnehmen und bewahren!

Zu einem etwa 1,5-stündigen Rundgang durch die Geschichte von Nittel lädt der Verein  Geschichts-und Kulturfreunde Nittel e.V.  alle Interessierten herzlich ein. 

Die Teilnehmer werden unterwegs an geschichtlich relevanten Stellen in Nittel viele interessante Informationen erhalten und dabei einiges über das Leben und die Menschen aus den zurückliegenden Epochen erfahren. Dabei werden auch besondere Anekdoten und Geschichten die sich zugetragen haben, erzählt. Zudem werden einzigartige Fundstücke aus den vergangenen Jahrhunderten gezeigt und die Geschichte dadurch veranschaulicht.

Die Wanderung wird geführt von Hans-Josef Wietor, der die „Geschichte des Ortes Nittel“ in einem gleichnamigen Buch beschrieben hat und Vorsitzender des Vereines ist.

Termin: Samstag, 30. August 2025

Beginn: 13.00 Uhr

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Treffpunkt: Dorfplatz Nittel

Wir freuen uns sehr über alle teilnehmenden Personen die mehr über die Geschichte und das Leben der Menschen in Nittel und an der Obermosel erfahren wollen.

Historischer Rundgang durch die Gemeinde Nittel 2021

28 August 2021, Köllig – Der Verein der Geschichts- und Kulturfreunde Nittel e.V. hatte auch in diesem Jahr wieder zu einem Historischen Rundgang, einer kleinen Zeitreise, eingeladen. Obwohl das Wetter nicht einladend war, nutzten zahlreiche Teilnehmer diese Möglichkeit, um mit Spaß und Freude die Geschichte von Nittel, Köllig und Rehlingen zu entdecken.

Hans-Josef Wietor führte die Teilnehmer zu verschiedenen historisch interessanten Punkten. Er berichtete über die seinerzeitigen Geschehnisse und erzählte dazu kleine Anekdoten und passende Sagen aus dem Sagenschatz. Um das Erzählte sichtbar zu machen wurden Vergrößerungen von historischen Fotos gezeigt. So konnten sich alle Teilnehmer, insbesondere die Kinder, ein Bild davon machen.

Die Rochuskapelle, die erstmals 1432 erwähnt wurde, war einer der Schwerpunkte. Dabei wurde deutlich, dass die Kapelle eine sehr wechselhafte Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen erlebt hat. Mehrfach stand sie vor dem Abriss oder dem Verfall, doch immer wieder gelang es den Menschen die Kapelle zu renovieren. Als im Mittelalter die Pest und im Jahre 1860 auch die Cholera in den Dörfern der Mosel viele Menschen das Leben kostete pilgerten die Menschen zur Kapelle und baten den Heiligen Rochus sie vor den ansteckenden Krankheiten zu schützen und um Hilfe um die Krankheit zu besiegen.

Der weitere Weg durch die Geschichte führte nach Köllig. Unterwegs kam die Entstehung des Moseltales zur Sprache. Dabei würde aufgezeigt, wieso auf den Höhen entlang der Mosel an vielen Stellen sehr viele Kieselsteine zu finden sind und wieso sich oberhalb der Felswand bei Nittel Sandgruben befinden, aus denen Sand geholt wurde, um Häuser zu bauen. Rehlingen hat eine einzigartige Besonderheit. Im Jahre 2000 wurde nahe der Mosel bei Baggarbeiten ein gut erhaltener römischer Ziegelbrennofen gefunden. Er stammt wohl aus dem 3. Jahrundert und ist der größte seiner Art in unserer Region.

Weiteres Thema war auch ein Entführungsfall auss dem Jahre 1558. Nittel gehörte zum Herzogtum Lothringen und beiderseits der Mosel gehörte Land zu Nittel. S konnte der lothringische Herzog Zölle bei der Durchfahrt der Schiffe erheben. Dieses führte immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Herzogtümmern Lothringen und Luxemburg. So wurde der Nitteler, der die Zölle erheben musste, von den Luxemburgern entführt und in Grevenmacher festgesetzt. Er sollte wieder in Freiheit kommen, wenn die Erhebung der Zölle abgeschafft wird. nach zähen Verhandlungen veränderte sich nichts. Schließlich entfürhten die Nitteler dann auch einen Bediensteten des luxemburgischen Herzogs und setzen ihn in Nittel fest. Schließlich tauschte man die Entführten wieder aus, die Zölle wurden auch weiterhin erhoben.

Auch dieser dritte „Historische Rundgang durch die Gemeinde Nittel“ ist ein kleines Mosaiksteinchen, um die Geschichte und die Menschen näher zusammenzubringen und die Geschichte von Nittel, Köllig und Rehlingen zu erkunden, wahrzunehmen und zu bewahren. (Text: H.-J. Wietor, Fotos: I. Posaric)

Historischer Rundgang 2021

28. August, 2021, Nittel – Gemeinsam die Geschichte von Nittel, Köllig und Rehlingen erkunden, wahrnehmen und bewahren!

Zu einem etwa 2-stündigen Rundgang durch die Geschichte von Nittel, Köllig und Rehlingen lädt der Verein Geschichts-und Kulturfreunde Nittel e.V. alle Interessierten herzlich ein.

Die Teilnehmer werden unterwegs an geschichtlich relevanten Stellen viele interessante Informationen erhalten und dabei einiges über das Leben und die Menschen aus den zurückliegenden Epochen erfahren.

Menschen beeinflussen die Geschichte durch ihr Handeln und Tun so, wie die Geschichte eines Ortes den Menschen mit all ihren Auswirkungen prägt. Damit ist die Geschichte eines Ortes auch ein Teil der Geschichte seiner Bewohner, ein ständiges Geben und ein Nehmen. Die Wanderung wird geführt von Hans-Josef WIETOR, Vorsitzender des Vereins.

Termin: Samstag, 28. August 2021, 13.00 Uhr, Treffpunkt: St. Rochuskapelle, Nittel

Wir bitten auf dem Rundgang die aktuell gültigen Hygiene- und Abstandsregelungen zu beachten und einzuhalten.

Wir freuen uns auf Sie!

Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende entgegen. Die Hektik der vergangenen Monate lässt etwas nach. Es wird ruhiger und beschaulicher. Diese Tage möchten wir nutzen, um uns für Ihre Unterstützung herzlich zu bedanken und alles Gute im neuen Jahr zu wünschen…